Multimedia: Unterschied zwischen den Versionen

87 Bytes hinzugefügt ,  29. Juli 2012
keine Bearbeitungszusammenfassung
[gesichtete Version][gesichtete Version]
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 2: Zeile 2:


==Defintionen==
==Defintionen==
Schnotz beschreibt Multimedia als „die Kombination unterschiedlicher Formen der Informationsdarbietung mit Hilfe elektronischer Datenverarbeitungs -, Speicher- und Displaytechniken in Form von Computern, CD- und AV-Techniken, bei der geschriebene oder gesprochene Texte, statische oder animierte Bilder und Grafiken, Filme sowie Musik in variablen Kombinationen präsentiert werden“ [1].  
Schnotz beschreibt Multimedia als „die Kombination unterschiedlicher Formen der Informationsdarbietung mit Hilfe elektronischer Datenverarbeitungs -, Speicher- und Displaytechniken in Form von Computern, CD- und AV-Techniken, bei der geschriebene oder gesprochene Texte, statische oder animierte Bilder und Grafiken, Filme sowie Musik in variablen Kombinationen präsentiert werden“<sup>1</sup>.
<br />
<br />
<br />
<br />
Hornung versteht unter dem Begriff „die Integration von Text, Grafik, Pixelbildern, Video und Audio“ [2].
Hornung versteht unter dem Begriff „die Integration von Text, Grafik, Pixelbildern, Video und Audio“ <sup>2</sup>.
<br />  
<br />  
<br />
<br />
Zeile 12: Zeile 12:
'''Multicodalität''' (semiotische Ebene) ist der Einsatz verschiedener Symbolsysteme bzw. Codierungen (Texte, Bilder, Grafiken, Animationen).  <br />
'''Multicodalität''' (semiotische Ebene) ist der Einsatz verschiedener Symbolsysteme bzw. Codierungen (Texte, Bilder, Grafiken, Animationen).  <br />
Bei '''Multimodalität''' (sensorische Ebene) werden verschiedene Sinnesmodalitäten angesprochen (visuell, auditiv, taktil).  <br />
Bei '''Multimodalität''' (sensorische Ebene) werden verschiedene Sinnesmodalitäten angesprochen (visuell, auditiv, taktil).  <br />
Häufig wird mit Multimedia neben der Verwendung verschiedener Darstellungsformen und Präsentationswerkzeuge die [[Interaktivität]], die Parallelität von Repräsentationsformen sowie das Vorhandensein einer Vernetzung verschiedener Text- oder Wissensbereiche in Form von Hypertexten verbunden.[3] 
Häufig wird mit Multimedia neben der Verwendung verschiedener Darstellungsformen und Präsentationswerkzeuge die [[Interaktivität]], die Parallelität von Repräsentationsformen sowie das Vorhandensein einer Vernetzung verschiedener Text- oder Wissensbereiche in Form von Hypertexten verbunden <sup>3</sup>.  


==Lernen mit Multimedia==
==Lernen mit Multimedia==
Nach Weidenmann lässt sich anhand verschiedener Forschungsergebnisse zum Lernen mit Multimedia folgendes festhalten [4]:
Nach Weidenmann lässt sich anhand verschiedener Forschungsergebnisse zum Lernen mit Multimedia folgendes festhalten: <sup>4</sup>
* „Multicodierte und multimodale Präsentation kann in besonderer Weise eine mentale Multicodierung des Lerngegenstandes durch den Lerner stimulieren. Dies verbessert die Verfügbarkeit des Wissens“  
* „Multicodierte und multimodale Präsentation kann in besonderer Weise eine mentale Multicodierung des Lerngegenstandes durch den Lerner stimulieren. Dies verbessert die Verfügbarkeit des Wissens“  
* „Mit Multicodierung und Multimodalität gelingt es besonders gut, komplexe authentische Situationen realitätsnah zu präsentieren und den Lerngegenstand aus verschiedenen Perspektiven, in verschiedenen Kontexten, auf unterschiedlichen Abstraktionsniveaus darzustellen. Dies fördert Interesse am Gegenstand, flexibles Denken, die Entwicklung adäquater mentaler Modelle und anwendbares Wissen.“
* „Mit Multicodierung und Multimodalität gelingt es besonders gut, komplexe authentische Situationen realitätsnah zu präsentieren und den Lerngegenstand aus verschiedenen Perspektiven, in verschiedenen Kontexten, auf unterschiedlichen Abstraktionsniveaus darzustellen. Dies fördert Interesse am Gegenstand, flexibles Denken, die Entwicklung adäquater mentaler Modelle und anwendbares Wissen.“
Zeile 21: Zeile 21:
<br />  
<br />  
In der Schule sind Multimediaprodukte insbesondere durch das Internet und in Form von Lernprogrammen präsent.   
In der Schule sind Multimediaprodukte insbesondere durch das Internet und in Form von Lernprogrammen präsent.   
Während die Verwendung eines Taschencomputers beim Lernen und Lehren von Mathematik eher im Rahmen des Klassenverbandes stattfindet, bietet sich der Einsatz von Lernprogrammen und dem Internet in den Einzelarbeits- und Differenzierungsphasen sowie bei Vorbereitungs- und Nachbereitungsphasen an. Das Internet kann bei der Vorbereitung von Vorträgen und Projekten und zur Übung von behandeltem Unterrichtsstoff genutzt werden. Lernprogramme eignen sich besonders zum selbständigen Nacharbeiten. [5] 
Während die Verwendung eines Taschencomputers beim Lernen und Lehren von Mathematik eher im Rahmen des Klassenverbandes stattfindet, bietet sich der Einsatz von Lernprogrammen und dem Internet in den Einzelarbeits- und Differenzierungsphasen sowie bei Vorbereitungs- und Nachbereitungsphasen an. Das Internet kann bei der Vorbereitung von Vorträgen und Projekten und zur Übung von behandeltem Unterrichtsstoff genutzt werden. Lernprogramme eignen sich besonders zum selbständigen Nacharbeiten <sup>5</sup>.  


==Literatur==
==Literatur==
[1] Schnotz W. (2001): Wissenserwerb mit Multimedia. In: Unterrichtswissenschaft 29, S. 292-318.<br />
<sup>1</sup> Schnotz W. (2001): Wissenserwerb mit Multimedia. In: Unterrichtswissenschaft 29, S. 292-318.<br />
[2] Hornung, C. (1994): PC-basierte Multimedia-Systeme. In: U.Glowalla/  E. Engelmann /G. Rossbach (Hrsg.): Multimedia '94. Grundlagen und  Praxis. Berlin: Springer, S.2-8. <br />
<sup>2</sup> Hornung, C. (1994): PC-basierte Multimedia-Systeme. In: U.Glowalla/  E. Engelmann /G. Rossbach (Hrsg.): Multimedia '94. Grundlagen und  Praxis. Berlin: Springer, S.2-8. <br />
[3] Rey, Günter Daniel: Lernen mit Multimedia. Die Gestaltung interaktiver Animationen. Dissertation, Universität Trier 2007.<br />
<sup>3</sup> Rey, Günter Daniel: Lernen mit Multimedia. Die Gestaltung interaktiver Animationen. Dissertation, Universität Trier 2007.<br />
[4] Weidenmann, Bernd (2002): Multicodierung und Multimodalität im  Lernprozess. In: Issing, Klimsa (Hrsg.): Information und Lernen mit  Multimedia und Internet. Weinheim: Beltz, S. 45 -62.<br />
<sup>4</sup> Weidenmann, Bernd (2002): Multicodierung und Multimodalität im  Lernprozess. In: Issing, Klimsa (Hrsg.): Information und Lernen mit  Multimedia und Internet. Weinheim: Beltz, S. 45 -62.<br />
[5] [[Hans-Georg Weigand|Weigand, Hans-Georg]] (1999): Internet und Multimedia. In: Mathematik lehren, Heft 92, S. 4-9.
<sup>5</sup> [[Hans-Georg Weigand|Weigand, Hans-Georg]] (1999): Internet und Multimedia. In: Mathematik lehren, Heft 92, S. 4-9.


[[Kategorie:Enzyklopädie]]
[[Kategorie:Enzyklopädie]]